Der beste Umweltschutz: Vegane Ernährung

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Wir alle geben uns ja schon redlich Mühe. Wir trennen unseren Müll, duschen schnell und baden wenig, verwenden Energiesparlampen und drucken auf Ökopapier. Das alles ist schön und gut, aber längst nicht so effektiv wie eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten. Zu diesem Fazit kommt die Dokumentation „Cowspiracy“ von Kip Andersen. Eine vegane Ernährung ist die beste Form des Umweltschutzes.

Es ist eine unbequeme Wahrheit. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sie so viele Umweltschutzorganisationen verschweigen. „Die Umweltschützer haben gegenüber uns und den Ökosystemen versagt“, kritisiert Will Anderson, ehemaliges Greenpeace-Vorstandsmitglied, im Film. Sind die Mitglieder wirklich noch bereit zu spenden, wenn man ihnen vorschreibt, was sie essen sollen? Die Sorge ist wahrscheinlich berechtigt, doch die Fakten sind längst wissenschaftlich belegt. Zahlreiche Studien zeigen, welche katastrophalen Auswirkungen unser Hunger auf Fleisch, Wurst, Milch und Eier auf die Umwelt hat.

„Umweltschützer essen keine tierischen Produkte“

Die wichtigsten Fakten aus Cowspiracy zusammengefasst:

  • Der Hunger auf Fleisch, Milch und Eier ist die Hauptursache für den Klimawandel: Die Nutztierhaltung verursacht 51% der Treibhausgasemissionen – das ist mehr als der weltweite Verkehr (hier mehr).1
  • Steaks lassen den Planeten verdursten: Die Produktion tierischer Lebensmittel ist für 20 bis 33% des Frischwasserverbrauchs in der gesamten Welt verantwortlich. Während Menschen in vielen Regionen verdursten, werden Äcker in Wüsten bewässert, Tiere auf riesigen Farmen getränkt sowie Flüsse, Meere und Grundwasser durch den Anbau von Futtermitteln verunreinigt (hier mehr).2
  • Die Nutztierhaltung verursacht das größte Artensterben seit dem Ende der Dinosaurier: Durch die industrielle Nutztierhaltung entstehen riesige Mengen an Gülle. Die Überdüngung belastet die Böden, die Gewässer und die Luft. Die Artenvielfalt leidet und ganze Ökosysteme brechen zusammen. Im Meer entstehen riesige Todeszonen (hier mehr).3
  • Der Hunger der Nutztiere ist unersättlich: 50% der weltweiten Getreide- und Hülsenfrucht-Ernte werden an Kühe, Rinder, Schweine, Hühner und andere Nutztiere verfüttert. Das benötigt eine riesige Ackerfläche (rund 45% der Erdfläche), laugt fruchtbaren Mutterboden aus und zerstört wichtige Lebensräume, darunter auch die Regenwälder. Die Viehwirtschaft ist hauptverantwortlich dafür, dass ein Drittel des Planeten bereits verödet ist (hier mehr). 4
  • Wir fischen die Meere leer: Drei Viertel der Meere sind bereits erschöpft oder überfischt. Und immer noch werden jedes Jahr 90 bis 100 Mio Tonnen Fisch gefangen – mit immer größeren Netzen, in immer tieferen Gebieten und mit technisch immer ausgefeilteren Methoden. Auch die in Aquakulturen großgezogenen Tiere sind keine Lösung, werden sie doch mit Wildfängen gefüttert und mit Antibiotika vollgestopft, um im dreckigen Wasser überhaupt überleben zu können.5

Was bedeuten diese Fakten nun für unsere Ernährung? „Man kann kein Umweltschützer sein und tierische Produkte essen“, zieht Howard Lyman, ehemaliger Viehzüchter, in Cowspiracy sein Fazit. Wer sich vegan ernährt, verbraucht im Vergleich zum Fleischesser 50% weniger CO2, benötigt nur 1/11 an Öl, 1/13 Wasser und 1/18 an Land. Die Lösung ist deshalb einfach, findet Produzent Kip Andersen: „Die wirkungsvollste Maßnahme zum Schutz der Umwelt ist die vegane Ernährung.“

COWSPIRACY (DVD)

Industriell betriebene Viehzucht und Agrarwirtschaft sind unsere Klimakiller Nummer eins und damit hauptsächlich für die globalen Umweltprobleme verantwortlich. Aber warum wird diese wichtige Tatsache selbst von namhaften Umweltschutzorganisationen mehrheitlich ausgeblendet? „Cowspiracy“ geht dieser Frage nach. Im Laufe ihrer Recherchen decken die Dokumentarfilmer Kip Andersen und Keegan Kuhn die verheerenden Auswirkungen der industriellen Viehwirtschaft auf unseren Planeten auf und bieten nachhaltige Alternativen an.

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Quellen:

Goodland, R Anhang, J. “Livestock and Climate Change: What if the key actors in climate change were pigs, chickens and cows?”
WorldWatch, November/December 2009. Worldwatch Institute, Washington, DC, USA. Pp. 10–19.
Animal Feed Science and Technology “comment to editor” Goodland.
The Independent, article Nov. 2009.

Waterfoodprint.org
P.W. Gerbens-Leenes/M.M. Mekonnen/A.Y. Hoekstra (2013): The water footprint of poultry, pork and beef: A comparative study in different countries and production systems of global water consummation is for animal agriculture.
Mario Herreroa et. al. (2013): Biomass use, production, feed efficiencies, and greenhouse gas emissions from global livestock systems
“Freshwater Abuse and Loss: Where Is It All Going?” Forks Over Knives.

Oppenlander, Richard A. Food Choice and Sustainability: Why Buying Local, Eating Less Meat, and Taking Baby Steps Won’t Work. . Minneapolis, MN : Langdon Street, 2013. Print.
Comfortably Unaware. Oppenlander.
NOAA, „what is a dead zone“.
Scientific America, „What Causes Ocean „Dead Zones“?“.
“What’s the Problem?” United States Environmental Protection Agency.
“Livestock’s Long Shadow: Environmental Issues and Options.” Food and Agriculture Organization of the United Nations. 2006.
The Encyclopedia of Earth, „The Causes of Extinction“.
Annenberg Learner, Unit 9: Biodiversity Decline // Section 7: Habitat Loss: Causes and Consequences
WWF, „Losing their homes because of the growing needs of humans.“
Center for Biological Diversity, „How Eating Meat Hurts Wildlife and the Planet“.
Science Direct “Biodiversity conservation: The key is reducing meat consumption”
FAO, „Livestock impacts on the environment“.
“Fire Up the Grill for a Mouthwatering Red, White, and Green July 4th.” Worldwatch Institute.
Oppenlander, Richard A. “Biodiversity and Food Choice: A Clarification.” Comfortably Unaware. 2012
“Risk Assessment Evaluation for Concentrated Animal Feeding Operations.” U.S. Environmental Protection Agency – Office of Research and Development. 2004.

Thornton, Phillip, Mario Herrero, and Polly Ericksen. “Livestock and Climate Change.” Livestock Exchange, no. 3 (2011).
IPCC AR5 WG# Chapter 11, Agriculture, Forestry and Other Land Us (AFOLU) 

“Overfishing: A Threat to Marine Biodiversity.” UN News Center.
“General Situation of World Fish Stocks.” United Nations Food and Agriculture Organization (FAO).

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