Video: So werden Gummibärchen hergestellt

 In Blog, Warum vegan

Da bleibt einem das Gummibärchen im Halse stecken: Die belgische Filmemacherin Alina Kneepkens hat ein beeindruckendes Video produziert, das den Entstehungsprozess von Weingummi rückwärts verfolgt – vom Genuss aus der Tüte zurück zum Schwein, aus dem die Gelatine entstanden ist.

Die Herstellung von Gelatine ist nicht appetitlich

Tierische Gelatine wird aus Schlachtabfällen – also den Häuten, Sehnen und Knochen von Schweinen, Kühen, Fischen oder Hühnern – extrahiert. Gelatine von Rindern ist seit dem BSE-Skandal in Verruf gekommen, dennoch ist der Herstellungsprozess seitdem nicht appetitlicher geworden. Gelatine ist und bleibt ein Abfallprodukt aus toten Tieren.

Gelatine versteckt sich nicht nur in Süßigkeiten

Gelatine steckt nicht nur in Fruchtgummis, Lakritz, Kaubonbons und Marshmallows, sondern oft auch in Frischkäse, Joghurt, Margarine, Tiefkühl-Torten, Schokoküssen, Puddings und Götterspeise. Auf der Zutatenliste verbirgt sie sich auch unter der Bezeichnung „E 441“.

Auch Saft, Essig oder Wein wird oft mit Gelatine geklärt, auf der Verpackung muss das nicht angegeben werden.

Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat deshalb eine Unterschriftenkampagne gestartet, in der sie klare Zutatenangaben fordert. Denn neben Gelatine in Saft oder Wein verstecken die Hersteller beispielsweise auch Schweineborsten in Brot oder Bestandteile von Wildtieren in Chips. Das Problem: Im deutschen Lebensmittelrecht gibt es keine verpflichtende Regelung zur Kennzeichnung von Zutaten oder Zusatzstoffen tierischen Ursprungs oder zum Einsatz tierischer Bestandteile in der Produktion.

Vegane Alternativen: Fruchtgummi aus Agar-Agar

Wem die Lust auf Gelatine vergangen ist, kann auf Alternativen zurückgreifen. Mittlerweile gibt es eine große Palette an veganen Süßigkeiten, rein pflanzlicher Kosmetik und Medizin. Wer selbst backt oder kocht, kann auf pflanzliche Geliermittel wie Agar-Agar, Pektin, Flohsamen, Guarkernmehl oder Xanthan zurückgreifen.

Das Video von Alina Kneepkens ist übrigens Teil einer Serie über die Produktion von Lebensmitteln. In dem Video „Rabbit With Plums“ zeigt sie die Herstellung eines traditionellen belgischen Gerichts, in „Zwarte Pens“ die einer Blutwurst.

Titelbild: condesign, CC0 Public Domain

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