Petition: Weltweiter Mindestlohn von 1 Dollar soll Menschen aus der Armut holen

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Die Idee ist einfach: Ein globaler Mindestlohn von einem Dollar könnte die Lösung gegen Armut und ihre Folgen wie Umweltzerstörung und Flüchtlingsströme sein. Dieser Ansicht sind der Soziologe Peter Spiegel und der Unternehmensberater Georgios Zervas. Mit einer Petition an die Europäische Union wollen sie diese Idee jetzt in die Realität umsetzen.

1 Dollar pro Stunde – das klingt zunächst einmal wenig, aber, so Zervas und Spiegel, ein solcher Lohn würde „sofort mehr als eine Milliarde Menschen aus extremer Armut befreien.“ Dieser Mindestlohn sei eine Größenordnung, die „einerseits die schlimmsten Formen ausbeuterischer Entlohnungen mit einem Schritt weltweit beseitigen würde und andererseits von der Weltökonomie nach unserer Überzeugung problemlos getragen werden könnte“.
Mindestlohn von einem Dollar gegen Armut

 

Die Näherin aus Bangladesch, die derzeit zwischen 15 und 30 Cent pro Stunde verdient, würde damit aus der Armut geholt, rechnen die Autoren in ihrem Buch „Die 1-Dollar Revolution“ vor. Sie könnte sich Essen, Bildung und Medizin leisten. Die 69 Euro teure Jeans kostete dann nur 30 cent mehr. Selbst wenn die Zulieferer ihren Lohn ebenfalls erhöhten, wäre sie nur etwa 2 Euro teurer.

Bei der Umsetzung ihrer Idee setzen die Autoren bei der Europäischen Union an: „Die EU erließ bereits viele Verordnungen über gesundheitliche und ökologische Standards, die alle Produkte erfüllen müssen, die in der EU gehandelt und in sie importiert werden. Die global agierenden Unternehmen unterwarfen sich diesen Standards, weil sie es sich nicht leisten können, den europäischen Markt links liegen zu lassen. Warum also nicht eine erste EU-Richtlinie mit einem sozialen Standard verabschieden, konkret mit dem Standard, dass in die EU ab einem Stichtag nur noch Produkte importiert werden dürfen, bei deren Herstellung Löhne oberhalb einer globalen Lohnuntergrenze von 1 Dollar pro Stunde bezahlt werden.“

Mindestlohn 1 Dollar gegen Arrmut

Petition für weltweiten Mindestlohn auf change.org

Was meint ihr zu dieser Idee? Könnte ein globaler Mindestlohn von 1 Dollar tatsächlich eine Lösung gegen sklavenähnliche Arbeitsbedingungen und ihre Folgen sein? Wir freuen uns auf eure Kommentare zum Thema.

Und wenn ihr auch der Meinung seid, dass die EU zumindest über den Vorschlag nachdenken sollte: Hier könnt ihr die Petition unterschreiben.

 

Buchtipp: Die 1-Dollar Revolution

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Ein globaler Mindestlohn von 1 Dollar pro Stunde würde Armut und ihre Folgen wie Flucht, Unterernährung, kriegerische Konflikte und Umweltzerstörung in kürzester Zeit weltweit verbannen, sind Georgios Zervas und Peter Spiegel überzeugt.

Ein solcher Mindestlohn würde das Einkommen von mehr als einer Milliarde Menschen über Nacht mehr als verdoppeln. Das Geld würde in mehr und bessere Ernährung fließen, in den Zugang zu Energie und zur digitalen Welt. Die Armen hätten plötzlich menschenwürdige Entwicklungsperspektiven in ihrer Heimat – was auch unserer Wirtschaft und Gesellschaft zugutekäme.

Das im Piper Verlag erschienene Buch „Die 1-Dollar Revolution“ von Georgios Zervas und Peter Spiegel könnt u.a. bei buch.de, ebook.de oder Thalia kaufen. Mit dem Kauf über einen der Links unterstützt ihr jedes-bisschen-zählt.de.

 

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