„Tierversuche erfüllen eine Alibi-Funktion“

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Tierversuche sind in der Entwicklung von Medikamenten gängige Praxis: Was nicht an Tieren getestet wurde, wird nicht zugelassen. Dabei gibt es Zweifel an der Übertragbarkeit der Ergebnisse auf den Menschen – und Alternativen. 

Der Verein Ärzte gegen Tierversuche kämpft seit 1979 gegen qualvolle Experimente an Tieren, darunter auch Dr. Gaby Neumann. Im Interview erklärt die Tierärztin, warum Tierversuche aus ihrer Sicht Mensch und Tier schaden, welche Alternativen es gibt und wie wir uns als Verbraucher gegen Tierversuche einsetzen können. 

Tierärztin Dr. Gaby Neumann kämpft als Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Vereins Ärzte gegen Tierversuche gegen Tierversuche

Warum setzen Sie sich gegen Tierversuche ein?

Natürlich lehne ich Tierversuche aus moralischen Gründen ab. Die moderne Verhaltensforschung bescheinigt den Tieren Intelligenz, Gefühls- und Leidensfähigkeit, soziales Verhalten u. a. Als Tierärztin kann ich absolut bestätigen, dass Tiere genauso Freude und Angst empfinden, Schmerz und Qualen erleiden wie wir. Wir haben kein Recht, Tiere als Messinstrumente zu degradieren und an ihnen fragwürdige Forschung zu betreiben, sondern sollten mit ihnen und ihrem Leben respektvoll umgehen.

Aber auch das Wohl der Menschen liegt mir am Herzen. Deshalb verstehe ich absolut nicht, warum gerade in solch wichtigen Bereichen wie Gesundheit und Schutz des Menschen an einer mittelalterlichen Methode wie dem Tierversuch festgehalten wird. Keine andere wissenschaftliche Methode ist so unzuverlässig und unberechenbar wie der Tierversuch. Denn trotz 150 Jahren Tierversuche sind immer noch 2/3 aller Krankheiten beim Mensch nicht erforscht bzw. heilbar. Wir von Ärzte gegen Tierversuche sind deshalb der Meinung, dass es einen Paradigmenwechsel hin zu Forschungsmethoden geben sollte, die den Mensch und nicht das Tier im Fokus haben. 

Aber sind Tierversuche nicht wichtig, um die Wirksamkeit von Medikamenten zu testen?

Das wird immer behauptet, aber die Ergebnisse aus Tierversuchen sind nur zu einem Bruchteil auf den Menschen übertragbar. Kein Wunder, denn der Mensch ist eben keine Maus. Zwischen Tier und Mensch bestehen vielfältige Unterschiede hinsichtlich Körperbau, Organfunktionen, Stoffwechsel und Lebensgewohnheiten.

Was für den Menschen schädlich ist, kann für ein Tier harmlos sein oder umgekehrt. Nach der Durchführung eines Tierversuchs kann nicht vorausgesagt werden, ob Menschen genauso oder anders reagieren werden. Im Gegenteil: Die Wirkungs- und Verträglichkeitsunterschiede sind häufig so gravierend und die Wirkungen oft so entgegengesetzt, dass die Übertragbarkeit von Ergebnissen aus Tierexperimenten auf die menschliche Situation ein absolut unkalkulierbares Risiko darstellt.

Auch Menschen untereinander reagieren doch häufig komplett anders auf Medikamente. Warum gibt es sonst verschiedene Fachrichtungen für Männer, Frauen, Kinder und alte Menschen? 

95 % der Substanzen, die sich im Tierversuch als wirksam und unbedenklich erwiesen haben, fallen in den anschließenden klinischen Studien am Menschen durch.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass in der Medikamentenentwicklung 95 % der Substanzen, die sich im Tierversuch als wirksam und unbedenklich erwiesen haben, in den anschließenden klinischen Studien am Menschen durchfallen, weil sie beim Menschen wirkungslos sind oder starke Nebenwirkungen zeigen.

Aspirin und Penicillin sind sehr wichtige und gut verträgliche Medikamente für den Menschen. Bei vielen häufig in Versuchen eingesetzten Tieren wie Mäuse, Ratten oder Meerschweinchen verursachen sie aber schwere Nebenwirkungen wie Missbildungen des Nachwuchses oder sind sogar tödlich.

Tierversuche spiegeln dem Menschen eine falsche Sicherheit vor!

Warum sind Tierversuche dann so gebräuchlich? 

Tierversuche haben eine über 150-jährige Tradition. Viele Wissenschaftler wachsen im Laufe ihrer Ausbildung mit dieser Methode auf und stellen sie deshalb meist nicht in Frage. Gewohnheit und Routine und das Befahren von eingefahrenen Gleisen sind bequemer als das Beschreiten neuer Wege.

Milliardenbeträge fließen in die Tierversuche, wohingegen tierversuchsfreie Forschung nur mit einem Bruchteil gefördert wird. 

Wer als Forscher Karriere machen will, muss sogenannte Impactfaktoren sammeln, die er durch Veröffentlichungen bekommt. Und die Fachzeitschriften, die die meisten Impactfaktoren vergeben, nehmen eher Studien an, die sich mit Tierversuchen beschäftigen. Auch die finanzielle Förderung durch Bund, Länder und verschiedene Einrichtungen bevorzugt tierexperimentelle Forschungsvorhaben. Milliardenbeträge fließen in die Tierversuche, wohingegen tierversuchsfreie Forschung nur mit einem Bruchteil gefördert wird. 

Viele Tierversuche werden aus wissenschaftlicher Neugier, Forscherdrang oder aus Profilierungssucht gemacht. Der Zwang, für Ruhm und Ehre möglichst viele Veröffentlichungen für wissenschaftliche Zeitschriften zu schreiben, treibt so manchen Forscher dazu, sich immer absurdere Versuchsanordnungen auszudenken.

Tierversuche erfüllen eine Alibi-Funktion: Sie spiegeln eine Unbedenklichkeit von Produkten vor, die in Wahrheit nicht gegeben ist.

Bei den Konsumenten soll ein Gefühl der Sicherheit und des Vertrauens in neue chemische und pharmazeutische Produkte geweckt werden. Tierversuche erfüllen somit eine Alibi-Funktion: Sie spiegeln eine Unbedenklichkeit von Produkten vor, die in Wahrheit nicht gegeben ist.

Tierversuche dienen der Risikoabsicherung des Arzneimittelproduzenten. Kommt es zu Zwischenfällen wie unerwünschten Nebenwirkungen bei menschlichen Patienten, ist der Hersteller nicht haftbar, wenn er entsprechende tierexperimentelle Studien vorweisen kann.

Und nicht zuletzt profitiert eine ganze Industrie vom Tierversuch. Züchter, Händler, Futterlieferanten, Hersteller von Käfigen und Zubehör, Wissenschaftler, Institute usw. – sie alle verdienen an Tierversuchen.

Welche Alternativen gibt es für die Medizin?

Sehr viele wichtige Erkenntnisse in der Medizin wurden nicht durch den Tierversuch, sondern durch Beobachtungen z. B. in Bevölkerungs- und Patientenstudien, aber auch durch Obduktionen gewonnen. Außerdem gibt es heute bereits etliche hochmoderne, menschenbasierte in vitro-Methoden, die im Gegensatz zu Tierversuchen valide Ergebnisse und eine gute Übertragbarkeit auf den Menschen liefern, z. B. Computerprogramme, die mit künstlicher Intelligenz arbeiten, hochsensible Analyseverfahren, bildgebende Verfahren. 

Beim Microdosing z. B. bekommen Freiwillige so eine geringe Menge einer Substanz verabreicht, dass sie keine unerwünschten Wirkungen verursachen kann. Mit sehr feinen Messverfahren lassen sich aber trotzdem die Aufnahme, Verteilung, Verstoffwechslung und Ausscheidung sehr genau nachvollziehen. 

Für induzierte pluripotente Stammzellen gab es 2012 den Nobelpreis. Mit dieser Technik ist es möglich, z.B. Hautzellen von Patienten in Stammzellen zurückzuprogrammieren und anschließend daraus verschiedene dreidimensionale Mini-Organe, sogenannte Organoide, zu züchten.

Tierversuchsfreie Methoden ermöglichen innovative, personalisierte Medizin, die den Menschen und nicht das „Versuchstier“ im Fokus hat.

Packt man mehrere von diesen Mini-Organen auf einen Chip und verbindet sie untereinander mit einem Flüssigkeitsstrom, so hat man Multi-Organ-Chips. Mit solch einem Multi-Organ-Chip kann dann z. B. die Wirkung von Medikamenten individuell für den Patienten, dessen Hautzellen zur Herstellung des Chips genutzt wurden,  getestet werden. 

Erfolge in der tierversuchsfreien Forschung sind z. B. kleine, pulsierende Miniaturherzen, eine „Gebärmutter auf dem Chip“, die einen richtigen Menstruationszyklus besitzt, ein blinzelndes „Auge auf dem Chip“, eine 3D-gedruckte Plazenta oder Minigehirne. All diese tierversuchsfreien Methoden haben bereits zu vielen wichtigen Erkenntnissen geführt, was 150 Jahre Tierversuche nicht geschafft haben. Denn sie ermöglichen innovative, personalisierte Medizin, die den Menschen und nicht das „Versuchstier“ im Fokus hat.

Gibt es tierversuchsfreie Medikamente? Wie erkennt man sie?

In der Medikamentenentwicklung sind Tierversuche gesetzlich vorgeschrieben. Dies soll die Sicherheit für den Patienten bzw. die Probanden der folgenden Klinischen Phasen der Entwicklung des Medikaments schützen. Allerdings fallen – wie bereits erwähnt – 95 % aller Medikamente, die sich im Tierversuch als wirksam und unbedenklich erwiesen haben, in den anschließenden Studien an Menschen durch. Und dass, weil sie entweder keine Wirksamkeit gezeigt haben oder weil hochgradige NW aufgetreten sind. Selbst von den 5 % der Medikamente, die schließlich zugelassen werden, müssen etwa 1/3 wieder vom Markt genommen oder mit Warnhinweisen versehen werden. Im Umkehrschluss bleibt die Frage, wie viele Substanzen im Tierversuch durchgefallen sind, die aber beim Menschen wirksam gewesen wären. Penicillin und Aspirin sind solche Beispiele. Sie sind ohne Tierversuche entdeckt worden und hätten die Tierversuchsphase nicht überstanden. Denn sie sind für viele typische Versuchstiere extrem schädlich bis tödlich. Tierversuche spiegeln demnach eine falsche Sicherheit vor!

Es würde keinem einzigen Tier helfen, auf Medikamente und medizinische Versorgung zu verzichten, wie das ja oft von der Gegenseite verlangt wird.

Obwohl alle Medikamente im Tierversuch getestet wurden, sollte man als Tierversuchsgegner trotzdem nicht auf Medikamente und medizinische Versorgung verzichten, wie das ja oft von der Gegenseite verlangt wird. Bei der Ernährung und Kosmetika haben wir die Möglichkeit auf Tierqualprodukte zu verzichten, bei Medikamenten, Operationen und anderen medizinischen Maßnahmen haben wir diese Wahl kaum oder gar nicht. Die Tierversuche, die zuvor für dieses Produkt durchgeführt worden sind, sollten einen nicht von der Einnahme abhalten. Es würde keinem einzigen Tier helfen, auf ein solches Produkt zu verzichten.

In welchen Bereichen außerhalb der Medizin sind Tierversuche üblich?

Über die Hälfte der Tierversuche in Deutschland entfallen auf die sogenannte „Grundlagenforschung“ (2016 waren es 54 %).  Bei dieser Art der Versuche steht die Neugier nach Wissenszuwachs des Forschers im Vordergrund. Per Definition ist das primäre Ziel nicht ein konkreter Nutzen, z.B. Medikamenten- oder Therapiefindung. Aufgrund dessen sind dem Ideenreichtum der Experimentatoren keine Grenzen gesetzt und Beispiele für absurde Versuche gibt es viele. Dabei gibt es mittlerweile viele Übersichtsstudien, die belegen, dass die Übertragbarkeit der Ergebnisse aus Tierversuchen auf den Menschen im Bereich der Grundlagenforschung bei unter 1 % liegt.

Außerdem werden Tierversuche – neben der Medizin – in folgenden Bereichen durchgeführt:

  • Schädlichkeits- und Verträglichkeitsprüfung von chemischen Substanzen des täglichen Bedarfs, wie Reinigungsmitteln, Farben, Lacken usw. sowie Industriechemikalien
  • Giftigkeitstests von „Schädlings“-Bekämpfungsmitteln
  • Erkennung von Umweltgefährdungen, z.B. Abwassertests
  • Gentechnik (fällt zum großen Teil unter Grundlagenforschung)
  • Aus-, Fort- und Weiterbildung
  • Bundeswehr
  • Überprüfung jeder Produktionseinheit (Charge) von Botox 
  • „Aufbewahrung“ von Viren, Bakterien und Parasiten, um diese Organismen für Forschungszwecke dauerhaft zur Verfügung zu haben
  • Versuche zur Erhöhung der „Leistung“ (mehr Milch, Eier, Fleisch) und zur Anpassung der landwirtschaftlich „genutzten“ Tiere an die Massentierhaltungssysteme.

Wie erkennt man tierversuchsfreie Produkte? 

Mittlerweile gibt es sehr viele Siegel und Listen, die auf tierversuchsfreie Produkte hinweisen sollen. Allerdings haben diese unterschiedliche Kriterien für die Aufnahme von Herstellern und Produkten. Wir halten einen Stichtag für wichtig und sinnvoll, nach dem keine Tierversuche mehr durchgeführt worden sein dürfen. Denn „tierversuchsfreie“ Rohstoffe gibt es praktisch nicht; alles wurde schon im Tierversuch getestet – auch Wasser und Olivenöl.

Mittlerweile gibt es sehr viele Siegel und Listen, die auf tierversuchsfreie Produkte hinweisen sollen. Unser Verein empfiehlt HCS (Leaping Bunny) von Cruelty Free International (CFI) und die Positivliste des Deutschen Tierschutzbundes.

Unser Verein empfiehlt daher die beiden einzigen Listen, die einen solchen Stichtag haben: der HCS (Leaping Bunny) von Cruelty Free International (CFI) und die Positivliste des Deutschen Tierschutzbundes.  In der Positivliste vom Deutschen Tierschutzbund werden Firmen aufgeführt, die keine Tierversuche durchführen und nur Inhaltsstoffe verwenden, die seit 1979 nicht mehr im Tierversuch getestet wurden. Beim Leaping Bunny von CFI  dürfen weder Inhaltstoffe noch Endprodukte ab einem vom Hersteller festgelegten, fixen Stichtag in Tierversuchen getestet worden sein.

Ebenfalls wichtig ist, dass die Angaben der Hersteller und Zulieferer regelmäßig unabhängig kontrolliert werden. Ein Brief, der besagt „Wir machen keine Tierversuche“, ist unseres Erachtens nicht ausreichend. Der HCS ist die einzige Liste, die eine rigorose Kontrolle als Kriterium beinhaltet. 

Vegane Produkte sind nicht automatisch tierversuchsfrei. Vegan heißt lediglich ohne tierische Inhaltsstoffe.

Die meisten Verbraucher sind übrigens der Meinung, dass vegane Produkte automatisch tierversuchsfrei sind. Dem ist leider nicht so. Vegan heißt lediglich ohne tierische Inhaltsstoffe. 

Was haben Sie bisher gegen Tierversuche erreicht? 

Unser Verein Ärzte gegen Tierversuche setzt sich seit fast 40 Jahren für eine moderne Forschung ohne Tierversuche ein. In dieser Zeit ist viel erreicht worden. Viele Erfolge können allerdings nicht einzelnen Organisationen zugeschrieben werden. Es ist der jahrzehntelangen unermüdlichen Aufklärungsarbeit der Gesamtheit der Tierversuchsgegner- und Tierrechtsbewegung und dem damit verbundenen Druck zu verdanken, dass Tierversuche ein Thema in der Öffentlichkeit, in den Medien und der Politik sind, und dass die Entwicklung tierversuchsfreier Forschungsmethoden vorangetrieben wird. 

Hier eine kleine Auswahl einiger Erfolge:

  • Mit unserem Projekt Ukraine/Osteuropa haben wir bereits in 26 osteuropäischen Städten Universitäten mit tierversuchsfreiem Lehrmaterial ausgestattet und damit mindestens 60.000 Tieren im Jahr vor Versuchen bewahrt. 
  • Leider sind trotz anderslautender EU-Vorgaben in Deutschland besonders leidvolle Tierversuche weiterhin erlaubt. Im Rahmen unserer Kampagne „Schwimmen bis zur Verzweiflung“ machen wir durch Rechtsgutachten, Petitionen, Plakataktionen, Demonstrationen und anderen Aktionen immer wieder auf diesen Missstand aufmerksam.
  • Unser Verein hat 2007 die Kampagne „Stoppt Botox-Tierversuche!“ gestartet und kämpft gemeinsam mit seinen Partnern der Europäischen Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE) seit Jahren für ein sofortiges Ende der Botox-Tierversuche. Dies führte dazu, dass Allergan seit 2011 und Merz seit 2015 in der Testung von Botox zum größten Teil auf den Einsatz von Mäusen verzichtet.
  • 2007 trat die REACH-Verordnung in Kraft, wonach alle seit Jahrzehnten bereits auf den Markt befindlichen Chemikalien auf ihre Giftigkeit getestet werden sollen. Und dies geschieht sehr häufig im Tierversuch. Geplante Tierversuche dürfen aber von Dritten daraufhin untersucht werden, ob die geforderten Daten schon vorhanden sind oder andere Gründe vorliegen, weshalb der Tierversuch nicht durchgeführt werden muss. Ärzte gegen Tierversuche hat dadurch zusammen mit seinen Partnern von der Europäischen Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE)  bisher Giftigkeitstests an fast 60.000 Ratten, Kaninchen und Fischen verhindern können.

Die aufgeführten beispielhaften Erfolge zeigen, dass konstante Kampagnen- und Lobbyarbeit ihre Wirkung nicht verfehlt. 

Wie kann man sich als Verbraucher gegen Tierversuche einsetzen?

Nur wenn jeder sich selbst bewegt, kann etwas bewegt werden. Viele Menschen wissen noch zu wenig über Tierversuche und meinen, dass diese notwendig für die Forschung sind. Deshalb ist es wichtig sich selbst zu informieren und anhand dieser Infos andere Menschen zu überzeugen.

Folgende Möglichkeiten gibt es, sich gegen Tierversuche einzusetzen:

  • Sich informieren, unter www.aerzte-gegen-tierversuche.de, für ältere Schüler unter www.tierschutz-in-der-schule.de. Unsere Seite www.harry-hilft-tieren.de ist extra für jüngere Schüler gestaltet.
  • Mitmachen bei Demonstrationen oder anderen Aktionen gegen Tierversuche
  • Einer lokalen AG von Ärzte gegen Tierversuche oder anderen Tierversuchsgegnergruppen beitreten
  • Infostände organisieren
  • Schreiben von kritischen Leserbriefen oder Kommentaren zu Beiträgen über Tierversuche in Zeitungen oder im Internet
  • Mitglied bei Ärzte gegen Tierversuche (ist auch als Nichtmediziner möglich) oder anderen Tierversuchsgegnergruppen werden. Je größer eine Vereinigung wird, desto stärker die Stimme, mit der sie für die Tiere sprechen kann.
  • Unterstützen der o.g. Organisationen durch Spenden
  • Beim Kauf von Kosmetikartikeln auf die empfohlenen Siegel achten
  • Die beste Medizin, um einem Großteil  der Zivilisationskrankheiten vorzubeugen, ist eine gesunde, möglichst vegane Ernährung, verbunden mit einem bewussten Lebensstil (keine Suchtmittel, wenig  Stress, Bewegung an frischer Luft usw.).
  • Als Schüler/Student die Teilnahme an Übungen an extra für diesen Zweck getöteten Tieren verweigern
  • Die Politik muss vor allem moderne, humanbasierte in vitro-Methoden fördern, insbesondere finanziell. Der Anteil an öffentlichen Fördergeldern, die für tierversuchsfreie Forschungsprojekte zur Verfügung gestellt wird, ist lächerlich gering im Vergleich zu den horrenden Summen, die in Projekte fließen, in denen Tierversuche gemacht werden. Denn nur einstellige Millionenbeträge fließen in tierversuchsfreie Forschungsvorhaben, Milliardenbeträge dagegen in Tierversuche. In den USA hat die FDA dagegen beispielsweise etliche mehrjährige Verträge mit Herstellern von Multi-Organ-Chips abgeschlossen und unterstützt auf diese Weise die tierversuchsfreie Forschung. Auch die Niederlande ist hier als vorbildlich zu sehen, wo Politik, öffentliche Forschung und Industrie an einem Strang ziehen, um Tierversuche in den nächsten Jahren abzuschaffen und stattdessen moderne, innovative in vitro-Systeme zu etablieren. Indem man zur Wahl geht, kann man Einfluss darauf nehmen, wie sich die Gesetze in Deutschland zu Gunsten oder Lasten der Tiere weiter entwickeln.

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